Antisp(e)e versenken!

Dem bauchlinken Geschwätz entgegen

Marx nannte sie einst „die Scheiße an und für sich“ (MEGA, Bd. 5, S. 571 f.) und auch die Alerta Hannover zitiert in diesem Zusammenhang ganz richtig den Taugenichts Berthold Brecht und fordert „Zorn und Unzufriedenheit allein genügen nicht, so etwas muss praktische Folgen haben“. Gleichwohl wir diese Bemerkungen gegen die Plapperbude des Antispe-Kongresses 2008 voll und ganz teilen können, so müsste es aber gerade Aufgabe der radikalen Linken seine, dem Moral-getränkten Geschwätz der herrschaftskritischen Heulbojen des Verzichts die kritische Kritik entgegenzusetzen, um dem postmodernen Klo der Beliebigkeit, mit der letzlich versucht wurde noch jede Einsicht wegzuspülen, ein für alle mal das Wasser abzudrehen.

Wir wollen an dieser Stelle die Leser allerdings nicht mit unseren Einsichten über das antispeziestische Treiben der Marke Hannover langweilen und stattdessen auf einen der wenigen selbstreflektiven Beiträge der „[gefühlslinken] Internationalen“ (Bahamas Redaktion) zu diesem Thema verweisen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz und wider der Trotzigkeit der Antispeziisten werden wir uns nichtsdestotrotz und trotz-alledem kritisch-solidarisch an dem Antispe-Kongress 2008 mit einem Grillstand beteiligen. Wenn euch unsere gut-druchdachten Argumente nicht zu sehr ermüdet haben rufen wir deshalb auf am 9. August um 16 Uhr vor die Korn zu kommen und ein Zeichen gegen „Meinungsfreiheit und Toleranz“ (Bündnis 90/Die Grünen) zu setzten. Das Argument ist halt auch ein Mensch!

P.S.: Leider können wir nicht in der Korn selbst grillen, da uns die Veranstalter richtigerweise darauf hingewiesen haben, dass im Hof die Rauchentwicklung zu groß wäre. Dennoch möchten wir uns auch herzlichst bei beim Organisationskreis für ihre unermüdliche Hilfe bedanken und freuen uns auf die interessanten Vorträge.

Bündnis „Antisp(e)e versenken!“ im Juli 2008


8 Antworten auf “Antisp(e)e versenken!”


  1. 1 grummel 24. Juli 2008 um 17:22 Uhr

    kommt doch. traut euch eh nicht.

  2. 2 zelda 24. Juli 2008 um 17:23 Uhr

    kommt doch. traut euch eh nicht :-P

  3. 3 David 26. Juli 2008 um 14:26 Uhr

    Über diese neue Spielart des Antisemitismus kann ich nur den Kopf schütteln. Bereits in der Thora
    (Gen.1:29; Gen. 1:30; Gen. 1:31; Gen.2:16; Gen. 3:18; Jeremiah 32:34; Exod. 16:4) wird der Konsum von Fleisch eindeutig abgelehnt. Bedeutende Rabbiner wie Abraham Isaac Kook und Moses Cassuto haben den religiös begründeten Veganismus geprägt und weiterentwickelt . Isaac Kook zählt darüber hinaus zu den wichtigsten Vertretern des religiösen Zionismus.
    Nach gründlicher Thora Studie kann kein Zweifel mehr darüber bestehen, dass der jüdische Glaube untrennbar mit Veganismus verbunden ist.
    Dass jetzt unter dem Deckmantel des kritischen Denken der Antspeziesismus und damit auch Veganismus angegriffen wird ist sowohl für religiöse wie auch weltliche Juden nicht hinnehmbar.

    Rav Kook’s Tallelei Orot (Dewdrops of Light), cited by Leibowitz, Studies in Deuteronomy
    Rabbi Abraham Isaac Kook, A Vision of Vegetarianism and Peace.
    Rabbi J. David Bleich, „Vegetarianism and Judaism“, Tradition, Vol. 2 3, No. 1, (Summer, 1987), p. 86.

  4. 4 nelty 02. August 2008 um 19:53 Uhr

    Die Formulierung „Moral-getränkten Geschwätz der herrschaftskritischen Heulbojen des Verzichts“ sagt doch schon alles darüber aus, wessen Geistes Kinder der oder die Verfasser sind.

    Es ist noch gar nicht lange her, da gabs mal eine Nazi-Demo unter dem Motto „Dem Gutmenschen-Popanz entgegentreten“. Offenbar herrscht ein Wettwerb zwischen Antideutschen und Rechten wer die größeren Nihilisten sind. Na meinetwegen, aber dann tut nicht noch als hättet ihr sowas wie „Argumente“. Und: Nein „Fleisch schmeckt mit halt“, „Verzicht bedeutet Unterdrückung“ oder „Es gibt nichts richtiges im Falschen“ sind keine Argumente, sondern bloß hohle Phrasen.

  5. 5 Administrator 02. August 2008 um 20:22 Uhr

    Lieber Herr Nelty,

    Die Ähnlichkeit zwischen dem Satz “Moral-getränkten Geschwätz der herrschaftskritischen Heulbojen des Verzichts” und “Dem Gutmenschen-Popanz entgegentreten” ist in der Tat frappierend.

    Liebe Grüsze,
    Antisp(e)e versenken!

  6. 6 LW 04. Oktober 2011 um 14:13 Uhr

    „Berthold Brecht“

    Ein Wort, 2 Fehler. Nichts von Brecht gelesen außer ein paar aus dem Zusammenhang gerissenen und kolportierten Zitaten, aber diesen großen Vertreter der kommunistischen Vernunft zum „Taugenichts“ abstempeln.

    Ihr wollt dem „bauchlinken Geschwätz entgegen“ treten, habt aber selbst nichts zu bieten außer bauchlinkem Geschmodder – nirgends präsentiert sich (AD-/post-)linke Ahnungslosigkeit so offen, wie beim konsequenten Falschschreiben (und Zitatefälschen) von Bertolt Brecht. Lasst Eure ekelhaften Anarcho-Griffel bitte in Zukunft von unserem kommunistischen Genossen. Und geht doch vielleicht direkt mal sterben, ihr Taugenichtse. Danke.

  1. 1 “müsste” « tee Pingback am 23. Juli 2008 um 21:52 Uhr
  2. 2 [[[szeneputzen]]] Trackback am 26. Juli 2008 um 15:28 Uhr
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